Winter Wonderland

In meiner Sehnsucht nach einmal wieder richtig Winter und Urlaub, habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt. Schon seit Jahren wollte ich nach Schweden reisen, doch wegen fehlenden Mitteln, fehlender Zeit oder zugunsten eines anderen Projektes hatte ich nie wirklich konkrete Pläne gemacht. Die Zeit war da, überraschender Weise auch die finanziellen Mittel, also Flüge, Mietwagen und Hotels gebucht.

Falun-31.12.2017-Claudia_Chiodi-2So wirklich konkrete Pläne hatte ich nur wenige, Fika in Stockholm und einen Besuch im Fulufjället Nationalpark waren zu Beginn eigentlich die einzigen relativ festen Grössen. Eine geführte Tour hätte auch noch dazu kommen sollen, aus gesundheitlichen Gründen musste diese aber kurzfristig abgesagt werden. Also für einen Aufenthalt von knapp 12 Tagen nicht wirklich viel Programm, aber das war auch ganz gut so. Dass ich im Dalarna County gelandet bin, kommt nicht ganz von ungefähr, es wurde mir von mancher Seite empfohlen. Obwohl ich viel unterwegs sein wollte, wollte ich nicht immer das Hotel wechseln und aus dem Koffer leben. Das machten wir das ganze Jahr über schon, was ja auch Spass macht, aber für einmal Stockholm-04.01.2018-Claudia_Chiodi-4mochte ich nicht jeden Morgen neu packen. Also habe ich mir eine Basis gesucht, da ich mich so überhaupt nicht auskannte in der Gegend, bin ich wiederum Empfehlungen gefolgt, und mit Falun einen wirklich schönen Ort gefunden. Klein genug, dass man überall zu Fuss hin kommt, gross genug, dass es alles an Geschäften gibt, was man braucht, inklusive einem Fotofachgeschäft (und ja, das habe ich tatsächlich im Vorfeld gegoogelt).

Falun-30.12.2017-Claudia_Chiodi-1Ich wollte wieder einmal so richtig Winter geniessen, mit viel Schnee und durchaus auch kalt. Dazu hatte ich meine Kamera im Gepäck und diese kann so viel mehr als ich, da wollte ich ein wenig aufholen und üben. Für einmal Natur fotografieren und keine Konzerte oder Festivals, na gut, das habe ich nicht ganz durchgehalten, aber das ist eine andere Geschichte und die erzähle ich euch gerne an anderer Stelle. Mit diversen Filtern und meinem selten gebrauchten Stativ zusätzlich zu meiner üblichen Ausrüstung im Gepäck wollte ich verschiedene Dinge ausprobieren, über die ich vorher nur gelesen hatte. Dabei war mir auch ganz recht, alleine unterwegs zu sein. Da konnte ich mir so viel Zeit lassen, wie ich brauchte, ohne Druck und Gedanken an etwas anderes, als an das Bild in meinem Sucher.

Gävleborg-01.01.2017-Claudia_Chiodi-2Am ersten Tag kam mir schon recht schnell der Gedanke, was ich hier eigentlich so alleine tue, aber ich hielt mich an den Plan und packte schon vor Sonnenaufgang meinen Rucksack. Das ist jetzt nicht so früh, in dieser Region Schwedens war dies nach 09.00 Uhr. Zu Fuss machte ich mich auf Entdeckungstour, der erste Anlaufpunkt war die Kupfermine. Noch empfand ich das ganze als durchaus anstrengend und kam mir auch sehr seltsam dabei vor, aber dies legte sich bereits am nächsten Tag. Da hatte ich mir auch ein kleines Ziel gesetzt, an jedem Tag Fotos machen und diese auch bearbeiten und hochladen, nicht massenhaft, sondern sich für ein paar wenige entscheiden. Nur so kann ich lernen, es beim nächsten Versuch besser zu machen.

Fulufjället-02.01.2018-Claudia_Chiodi-2Ich fand auf dieser Reise vor allem eines: Freiheit. Die Freiheit, die Gedanken einfach mal fliessen zu lassen, ohne dass sie zu einem bestimmten Ziel gelangen müssen. Zuschauen wohin sie einen führen. Die Freiheit, einfach mal in eine Richtung losfahren und nach Gefühl von der Route abweichen und anhalten. Die Freiheit einfach mal durchatmen und nichts Bestimmtes tun. Die Freiheit, einfach mal der Sonne nachzufahren, ohne Plan und ohne Erklärung. Die Freiheit, 5 Stunden Zug zu fahren, eigentlich nur für einen Kaffee mit netten Menschen, wobei man die Anwesenden kaum oder gar nur via Facebook kannte. Ok, wenn ich schon mal in Stockholm war, hab ich mir auch ein paar Dinge angeschaut, aber nur dafür wäre ich nicht in die Hauptstadt gefahren, für die Menschen hingegen schon und würde es auch gerne jederzeit wieder tun.

Dalarna-06.01.2018-Claudia_Chiodi-2

Die Bilder habe ich bis jetzt nur mit Lightroom nachbearbeitet, aber es sind auch einige dabei, mit denen ich gerne einiges in Photoshop ausprobieren würde. Alles in allem habe ich nicht nur einiges über meine Kamera und Fotografie gelernt, sondern auch über die Bildbearbeitung und Lightroom, und ein paar Bilder für ein eigenes kleines Archiv zum Basteln so nebenbei erhalten.

Die Fahrten auf schneebedeckten Fahrbahnen empfindet manch einer vielleicht als schwierig und anstrengend, für mich waren sie irgendwie entspannend. Klar muss man aufpassen und wissen was man tut, aber trotzdem habe ich sie extrem genossen. Dass überall relativ wenig Verkehr herrschte, war auch kein Nachteil.

Auf jeden Fall gefiel es mir so gut, dass ich mich auf nächsten Sommer freue, wenn es wieder nach Schweden gehen soll. Dann aber mit reichlich lustiger Gesellschaft und Musik steht dann auch an einigen Tagen definitiv und fest geplant im Mittelpunkt. Ausserdem habe ich ein paar sehr nette Menschen kennengelernt, die ich auch gerne wieder sehen würde.

 

 


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