Bückeplatsch – oder die Woche dazwischen

Wie ihr vielleicht dem Titel entnehmt, war es in der Woche zwischen den beiden MPS in Bückeburg dezent feucht. Ein lehmhaltiger Boden, der in den vorangegangenen Wochen immer schön natürlich bewässert wurde, kommt halt auch irgendwann an sein Limit. Dieser Punkt war in Bückeburg spätestens Mittwoch erreicht.

Es war nicht immer nur trüb und nass, zwischendurch war es mal schön genug, so dass der Boden wieder trocknen konnte und die meisten Tümpel ausgetrocknet waren. Aber bis dahin wollte Laju dem Chefkater schon vorschlagen, gleich auf dem Gelände zu angeln anstatt wegzufahren. Ihr würden die Fische schon um die Füsse schwimmen. Da Laju und ich im Gegensatz zu Purple keine Gummistiefel dabei hatten, sogen wir ab einem bestimmten Punkt gar keine Schuhe mehr an, nicht wegen Schmutz oder so, nein wir hatten sie lieb gewonnen und wollten sie nicht verlieren, und sie uns nicht vom Schlamm im Gehen ausziehen zu lassen.

img_6300Wir hatten ja im Vorfeld schon gehört, dass man einiges in der Region besichtigen oder unternehmen kann, und bis auf Einkaufstrips für hauptsächlich Lebensmittel haben wir genau nichts ausserhalb des Camps gemacht. Oh, halt, genau, duschen waren wir, nicht so wie geplant, aber immerhin. Als es Mittwoch endlich aufhörte zu regnen, kam ein unangenehm starker Wind auf. Zuhause wäre das nicht wirklich ein Problem, aber in einer Siedlung aus Zelten, Markisen, Sonnensegel und Pavillons ist es das durchaus. Unser Nachbar musste unter der Woche ein paar Tage weg und hatte keine Lust seine Erdnägel für die Markise auszubuddeln, also liess er sie wo sie waren, genau richtig um unseren Pavillon sturmsicher zu machen.

Unsere Nachbarn auf der anderen Seite hatten weniger Glück, da riss das Sonnensegel und im Zuge dessen wurde jemand verletzt. Zum Glück nicht allzu schwer, aber doch nicht schön. Auch auf dem Gelände litten die Sonnensegel und auch das Dach des Schwarzen Kater musste genäht werden. Mit der Sicherheit auf dem Gelände hatten die Mitarbeiter des MPS genug zu tun, so dass am Mittwoch niemand die Duschen aufschloss um 18:00. Als es dann nach 19 Uhr hiess, es würde wohl noch mindestens 30 min dauern, gaben wir das Warten auf, und gingen beim Zuber der Wölfin vorbei. Dieser war auch unter der Woche in Betrieb und für einen kleinen Obulus konnte man da auch duschen.

Beim Zuber erfährt man auch so einiges, zum Beispiel warum eines der Heereslager so ausschaut, als wäre eine Horde Wildschweine durchgerast. Sie hatten das Problem, dass bei ihnen das Wasser gar nicht ablief sondern stehenblieb. img_6269Ich muss sagen, das haben sie bis zum Wochenende super wieder hingekriegt, Hut ab. Ausserdem kamen wir noch in den Genuss, wie der „Bademeister“ seine Ansichten und Emotionen in den Schlamm tanzte. Wenn das betroffene Lager am Abend dieses Tages noch, oder vermutlich wieder, lachen konnte, dann sollten wir die ganze Woche ebenfalls mit Humor nehmen.

Ausserdem hatte ich ja vorgesorgt und mir Beschäftigung mitgebracht, also eigentlich  war es eher so, dass ich in der Woche zuvor einfach noch zu viel anderes tun wollte und nicht mehr zum basteln kam. Auf jeden Fall hatte ich mein Handarbeitszeug und diverse andere Dinge dabei, mit denen ich meinen Dreispitz dekoriert habe. Am Sonntag zuvor musste noch ein Plüschi als Dekoration herhalten, die Gewichtsverteilung war so aber eher suboptimal.

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Aber es gab auch sehr viel wirklich Schönes und Lustiges in dieser Woche, zum Beispiel die Abende am Lagerfeuer der Nachbarn. Oder der Nachbar, der am Morgen pünktlich zum Kaffee und Frühstück auftauchte. Viele neue Menschen haben wir kennengelernt, viele interessante und unterhaltsame Gespräche geführt und neue Spitznamen eingeführt, seien das Erdmännchen, Zwergi oder Wikinger. Zudem kam der Eistruck auch unter der Woche vorbei, auch wenn sein weckerähnliches Klingelgräusch doch sehr nervig wurde mit der Zeit, das Eis war super lecker.  Und zum Abschluss der Woche haben wir uns Freitag noch einen Termin im Zuber gegönnt, diesmal haben wir Entchen dazugekriegt zum Spielen. Und just als wir im Zuber waren, begann es wieder zu regnen. Also Bückeplatsch!


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