Hamburg und das Miniatur Wunderland

Auf dem Weg von Wacken nach Süden haben wir einen kleinen Besatzungswechsel gemacht. Nia und unser Navigator mussten bereits am Montag nach Hause, wir anderen, Aurja, Laju und ich wurden durch Purple verstärkt und blieben in Hamburg für zwei Nächte.

Als erstes stand ein kleiner Einkaufsbummel auf dem Plan, Gummibären und Gamer-Merch, halt was so ein Frauenherz begehrt. In dem Spieleladen fand sich auch noch das neue Autogrammbuch von Purple, oder doch eher Lady Fluffington? Wir werden es sehen. Auf jeden Fall bin ich gespannt auf die Gesichter der Musiker, das erste Mal darf ich das hoffentlich Anfang März in Wuppertal erleben. Nach langer Zurückhaltung in Sachen Tassen (wir hätten theoretisch ja genug, aber hat man das jemals?) haben Laju und ich uns was in Sachen TV-Serie gegönnt und endlich besitze ich auch mein erstes Horde T-Shirt, das ist aus World of Warcraft (ein PC-Spiel) für die uneingeweihten. Ebenso standen Hirne für nette Schweden und weisse Mäuse auf dem Einkaufszettel, bei Aurja war es eine Fruchtmischung, wenn ich mich richtig erinnere.

Am späteren Nachmittag stand ein gemütlicher Spaziergang über die Landungsbrücken auf dem Programm mit anschliessender allgemeiner Krabbenbrötchen-Vernichtung, ich hätte nicht gedacht, dass da heisse Schockolade dazu passt, aber unser Besuch bei Brücke 10 hat uns eines besseren belehrt. Einen Besuch da kann ich nur empfehlen.

img_4947Für Laju und mich war schon lange das Thema einmal zusammen ins Miniatur Wunderland in Hamburgs Speicherstadt zu gehen, und wenn wir schon mal im Norden Deutschlands sind bietet sich das geradezu an, und Purple wollte uns gerne begleiten. Also stand unser Programm für den Dienstag, die vierte im Bunde hatte eigene Pläne. Wer das MiWuLa noch nicht kennt, das ist die grösste Modelleisenbahn-Anlage der Welt, auf momentan knapp 1500qm sind 15.4km Gleis verlegt auf denen über 1’000 Züge verkehren. Im Herbst wurde der neueste Abschnitt Italien eröffnet und zusammen mit Österreich, Knuffingen, Mitteldeutschland, Hamburg, Amerika, Skandinavien, die Schweiz und Knuffingen Airport sind es 9 Themenbereiche. Übrigens das Themengebiet Schweiz feierte an meinem Geburtstag Eröffnung, wie passend! Ab Sommer 2017 soll in Italien wieder gebaut werden und bis Ende Jahr mit Venedig eine weitere Attraktion dazu kommen. Aber damit ist noch lange nicht Schluss, die Erbauer haben im Moment Baupläne bis ins Jahr 2028 für 6 weitere Abschnitte.

img_5034Ich mag Modelleisenbahnen aber nicht unbedingt wegen der Züge, sondern weil ich alles, was Miniatur ist, irgendwie faszinierend finde. Ausserdem beweisen die Angestellten immer wieder Humor, in dem sie kleine und grosse Szenen arrangieren, in denen Menschlein seltsame oder lustige Dinge tun. Sei es ein fliegender Teppich an einem DJ Bobo Konzert, eine Darth Vader Statue oder auch nicht ganz jugendfreie Dinge. Gezielt suche ich die Abschnitte nach solchen witzigen Szenen ab, daher bräuchte ich wohl mehrere Tage um die ganze Anlage zu besichtigen. Nachdem wir 1 Stunde lang nur mit den USA beschäftigt waren, hatten wir eine Führung hinter die Kulissen. Danach beschränkten wir uns auf die Abschnitte, die noch nicht standen img_5036oder noch im Bau waren, als ich das letzte Mal da war, die Schweiz, Knuffingen Airport und Italien. Dafür brauchten wir inklusive einer Mittagspause und einer kurzen Kaffeepause am Nachmittag 7 Stunden.

Auf der Führung hinter die Kulissen bekommt man nicht nur allerhand interessantes über die Anlage erzählt, man kann auch immer wieder meine geliebten Miniszenen entdecken, die vom normalen Publikumsraum her nicht sichtbar sind. Ausserdem konnten wir die Abschnitte für die wir keine Zeit mehr hatten, so wenigsten von hinten sehen. So zum Beispiel Skandinavien mit seinem 30’000 Liter fassenden Echtwasserbecken mit Ebbe und Flut und fahrenden Schiffen. Wir traffen auch zwei der weiblichen Kapitäne, die per Fernsteuerung die Ozeanriesen bewegen. Ein neues System, damit die Schiffe in Zukunft mit Hilfe eines img_5033Programmes gesteuert werden, ist noch in Entwicklung. Ebenso konnten wir beim Flughafen hinter die Kulissen und in die Wolken blicken, die Concorde hautnah beim Landen erleben, nur der Millenium Falke war in der Revision, leider. Aber ich bin definitiv nicht das letzte Mal hier gewesen, daher bietet sich die Gelegenheit bestimmt noch.

Mehr Bilder aus dem MiWuLa findet ihr auf meiner Facebook Seite.

img_5041Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir uns alle ein gutes Abendessen verdient und so traffen wir uns wieder mit Aurja, die sich die Stadt angeschaut hatte, um bei den Landungsbrücken in gemütlicher Atmosphäre zu speisen. Das Blockbräu ist sehr zu empfehlen, das Essen schmeckt super und die Preise sind vernünftig. So liessen wir unseren Tag ausklingen, bevor wir uns in unsere Unterkunft zurückzogen, die ich im übrigen nur bedingt empfehlen kann. Die Lage des A&O Reeperbahn war für unsere Zwecke ideal und hatte einen eigenen Parkplatz. Das Bad hatten wir kurzerhand zum Kühlschrank erkoren, da die Heizung da sowieso nicht zum Laufen zu bringen war, auch nicht durch den hilfsbereiten Hausmeister. Das Fenster im Bad hatte ein paar schwarze Stellen, leicht pelziger Natur, die ich mir gar nicht näher anschauen mochte und versuchte so gut wie möglich zu meiden. Dass uns das Personal an der Rezeption als unfähig und doof hingestellt hat, weil die Schlüsselkarten nicht mehr funktionierten, hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Bisher kannte ich nur den Ableger in Dortmund, wo wir sehr zufrieden mit allem waren und auch gerne wieder hingehen, in Hamburg kommt diese Unterkunft für mich nicht mehr in Frage.


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