The Last Tour, Basel 3.2.2017

Dieser Artikel soll keine Konzertkritik werden, sondern meine ganz persönlichen Erlebnisse und Eindrücke von diesem Tag schildern.

This article is not going to be a concert review, but describing my very personal experiences and impressions of this day.

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Eine Band, die mir im Moment sehr viel Inspiration, Kraft und Motivation gibt, ist Twilight Force mit ihrer Musik. Für mich ist Musik erleben und nicht nur hören, also ein Konzert, das absolute Highlight. Ich bin eine Träumerin, die sich im Alltag mit der Realität auseinander setzt, aber an einem Konzert rücken diese Kopfsachen in den Hintergrund und mein eigentliches Naturell kann sich voll entfalten.

Eigentlich hatte ich mich halbwegs damit abgefunden, dass ich auf der aktuellen Tour dieser Band als Vorgruppe und Opener von Sabaton nicht dabei sein kann, aber als Träumerin halt eben nur halbwegs. Doch am Freitag Vormittag, knapp 9 Stunden bevor Twilight Force ihr 30 minütiges Set beginnen sollte, tat sich doch noch ein Türchen auf und ich habe mir Online noch ein Ticket geholt, zum Glück gibt es die Print@Home Möglichkeit. Gerade als ich von der Arbeit abgeholt werden sollte, bekam ich den Anruf, dass es Probleme gäbe und wir auf keinen Fall rechtzeitig in Basel sein würden, wenn wir den Plan beibehalten würden. Für einen Dämpfer meiner guten Laune hatte ich da keine Zeit, denn jetzt hiess es sofort umdenken und die Zugverbindung raussuchen. Normalerweise hätte ich den benötigten Zug nicht mehr erwischt, aber hier war das Glück mir hold.

Im Schnellzug nach Basel konnte ich dann wieder durchatmen, und ein hilfreicher Reisender hat mir erklärt, wie ich am Schnellsten zur St. Jakobhalle, dem Zielort, komme. Ich habe mich an seine Anweisungen gehalten und war 15 Minuten vor Konzertbeginn vor der Halle. Schon vom Bus aus sah ich eine sehr lange Schlange, zu lange, als dass all diese Menschen in unter 15 Minuten an der Ticketkontrolle vorbei sein würden. Aber das Schicksal meinte es offenbar sehr gut mit mir, diese Menschen standen alle an dem selben Eingang an, die anderen zwei waren praktisch frei. Also nichts wie dort rein, und kaum in der noch nicht so vollen Halle, sah ich auch schon Purple und Leed aus der ersten Reihe winken. Den Weg dahin musste ich mir auch nicht erkämpfen, sondern es war noch genug Platz um sich direkt dahinter in die zweite Reihe zu stellen. Übrigens sind diejenigen, die mich abholen wollten, kurz nach mir in der Halle eingetroffen, also auch noch rechtzeitig.

img_4493Kaum angekommen und alle begrüsst, wurde es auch schon dunkel in der Halle, der Stress der vergangenen zwei Stunden war komplett vergessen. Schon bei den ersten Klängen wurde ich in eine fantastische Welt entführt, voller Magie, Drachen und Helden. Den schnellen Beats von De’Azsh und den meisterlich gespielten Gitarren von Lynd und Aerendir und Bass von Born konnte man sich nicht entziehen. Das Ganze wird vom herausragenden Gesang von Chrileon und den Künsten von Blackwald am Keyboard abgerundet. Auch wenn die Gesichter der meisten Bandmitglieder von Twilight Force in ihren Bühnengewändern verdeckt sind, war sehr wohl seh- und spürbar, wieviel Spass sie selber an ihrem Auftritt hatten. Wenn ich den Auftritt als episch beschreiben würde, assoziieren das vielleicht einige mit schwermütig, weit gefehlt. Die manchmal lausbübisch anmutende Leichtigkeit einiger Bandmitglieder wird durch die etwas düstere Figur von Blackwald, mit rauher, ernsthafter Stimme als Erzähler, ausbalanciert. Dieser wirkt als Gegenpol und schafft damit eine schöne Spannung. img_4458Neben dem Spiel mit dem Publikum, kamen wir noch in den Genuss kleiner Showeinlagen, wie mir ein Vögelchen gezwitschert hat, extra einstudiert am konzertfreien Tag in Saarbrücken. Nur schon für diesen leider viel zu kurzer Auftritt, hatte sich die Anreise und der Ticketkauf definitiv gelohnt, und noch war der Abend ja nicht vorbei.

Nach dem ersten Konzert trafen wir uns mit den Eltern von Purple am Merchstand von Twilight Force. Erstens, weil wir an Konzerten immer den Treffpunkt Merch haben und zweitens, weil sich da auch Twilight Force Zeit nimmt, um in ihren Bühnengewändern  Bilder mit den Fans zu machen und Autogramme zu schreiben. Für mich selber ist das eigentlich weniger interessant, hingegen liebe ich es das Ganze zu beobachten, ich finde das immer wieder spannend und faszinierend. Vor allem, wenn eine Band sich soviel Zeit nimmt und es gerne macht. Und diese Band wollte offensichtlich nicht einen Fan enttäuschen, sogar als das Zeichen zum Aufbruch kam, haben sie noch weitergemacht, weil noch nicht alle ihre Andenken hatten. Sehr sympathisch!

Während die zweite Band des Abends Accept spielte, habe ich mich erst einmal verpflegt und mich orientiert. Daher kann ich zu deren Auftritt auch nichts sagen, da ich mich nur im Foyer aufgehalten hatte und frische Luft schnappen war.

Da mich Menschenmengen eher abschrecken, hatte ich mich entschieden, den Headliner des Abends, Sabaton, von der Seite zu geniessen. Ausserdem war mir ein wenig unwohl bei dem Gedanken an die Hauptthematik bei diesen Schweden, Kriegsgeschehen. Einige meiner Leser wissen vermutlich, dass ich ein wenig dünnhäutig bin, was dieses Thema anbelangt. Vor 15 Jahren war ich in einem ehemaligen Kriegsgebiet stationiert und habe einiges von dem Erlebten nicht verarbeitet, nur verdrängt. Da ich bei einem Konzert ganz in die Musik eintauchen kann, den Kopf ausschalte und nur noch in Emotionen existiere, was ja eigentlich wunderbar ist, funktionieren leider meine Verdrängungs- und Schutzmechanismen nicht mehr.

Was ich über den Auftritt von Sabaton sagen kann, sie haben eine bombastische Show abgeliefert. Mit ihrem energiegeladenen Auftritt haben sie die Halle zum Kochen gebracht und ihre Fans total begeistert. Knall- und Lichteffekten in Kombination mit einer Videowand haben Granaten und Bomben Explosionen nachgeahmt, sehr realistisch, für mich leider zu realistisch und einige ungewollte Erinnerungen tauchten auf. Wer aber nicht derart vorbelastet ist, kam in den Genuss einer Bühnenshow, in der alle Register gezogen werden und einer Band, die sichtlich Spass auf ihrer Tour hat.

Nach dem letzten Konzert des Abends trafen wir uns alle wieder am Merchstand. Wieder waren alle Mitglieder von Twilight Force da, diesmal in ziviler Kleidung. Und wieder nahmen sie sich ausführlich Zeit für weitere Fotos und Autogramme. Ausserdem hatten sie jetzt auch Zeit für das eine oder andere Gespräch. Mein Eindruck, sehr sympatische, warmherzige und humorvolle Menschen, die für ihre Fans da waren, bis die Halle geräumt wurde. Da werden die Pläne für Wacken im Sommer schon sehr viel konkreter, und wenn ich Freitag Abend in den Flieger steigen muss, um noch einmal dieses Jahr in den Genuss eines Auftrittes zu kommen. Nach dieser Tour werden sie an ihrem dritten Album arbeiten, wurde mir gesagt, und wir wissen doch alle, was normalerweise einer Album-Veröffentlichung folgt, eine Tour. Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall hoffen, dass sie dann als Headliner auf einer Clubtour in unsere Nähe kommen.

Warum wir mit Orangen, und ja es waren Orangen, verpflegt wurden, insbesondere Purple und ihre Tourkameradin, und warum einige Leute vielleicht weniger GTA und mehr Tetris spielen sollten, das ist eine andere Geschichte und nicht an mir sie zu erzählen. Und trotzdem frage ich mich immer noch, welcher arme Tropf in Bamberg als Erster die Türe zum Gepäckfach an einem gewissen Bus öffnen musste. Ich werde wahrscheinlich nie die Antwort erfahren.

What inspires me, motivates me and gives me a lot of energy these days is a band called Twilight Force and their music. Experiencing music and not only listening to music, means a concert, is the supreme highlight for me. I’m a dreamer, dealing with reality in everyday life, but being on a concert these matters of the head fade into the background and my true disposition can fully unfold.

Virtually I came to terms with not being able to attend this bands current tour as support and opener of Sabaton, but as a dreamer not really once and for all. Friday morning, barely nine hours before Twilight Force was scheduled to begin their 30 minutes Set, there was one last possibility offered to be there so I bought a ticket online, luckily there are print@home buttons. Just as it was about time to be picked up from work, I got a phone call from my friends. They experiences some difficulties and if we stick to our plan, we would never make it to Basel on time. There was no time to dampen my hopes, now I needed to rethink and looking up the train connections. On another day I would never have been able to catch this train, but Fortune favoured me.

On the Intercity to Basel I could calm down and a helpful passenger showed me the fastest way to get to the St. Jakobshalle, my destination. Following his advice I got to the venue 15 minutes before the beginning of the concert. The first thing I saw was a really long line of people waiting to get in, no way they would all make it in less than the remaining 15 minutes. But again, the stars were aligned in my favour, those fans were all waiting at the same door, at the other two was almost nobody waiting. So I went that way and as soon as I was inside I already saw Purple and Leed in the front row beckoning me. It was not really crowded yet, so I had no difficulties to get to them. By the way, my friends who wanted to give me a lift, were there shortly after me, still right on time.

As soon as I finished saying hello to my friends, the lights went out and the strain of the past two hours was forgotten. With the first sounds I was dragged into a fantastic world, full of magic, dragons and heroes. It was impossible not being affected by the fast beats of De’Azsh, Lynd’s and Aerendir’s masterly played guitars and even so Born’s bass guitar, topped off with Chrileon’s outstanding vocals and the artfully played keyboard by Blackwald. Even though you can’t see the faces of most members of Twilight Force in their stage characters’ outfits, you could still feel and see how much fun they themselves had performing. To describe their performance as an epic one, it might be misleading, some might associate epic with gloomy, but that would be way off the mark. The sometimes impish seeming lightness of some of the band is balanced by the somewhat sombre character Blackwald, a narrator with a coarse and grave voice. Working as an antipole and thus creating a nice tension. Beside the interaction with the audience we could also enjoy some show component, especially rehearsed on their day off in Saarbrücken as a little bird told me. Just for this unfortunately much too short concert was worth buying a ticket and making the trip and the evening was far from being over.

After this first concert we met Purple’s parents at the merchandise booth of Twilight Force. On the one hand those usually make good meeting points, and on the other because this band was going to be there in their stage outfits so fans could take pictures with them and gather some autographs. I’m not really interested in being part of that, but I love to watch the whole thing, it’s really fascinating to me. Particularly when there is a band like this, spending a lot of time on it and seemingly enjoying it. Obviously they didn’t want to disappoint one single fan, even as they knew it was time to leave they carried on. A really winning trait!

I can’t say anything about the performance of the second band of the evening, Accept, as I was finally taking some time to eat and drink something, get some fresh air and organize my stuff.

As I don’t like big crowds of people, I decided to watch the headliner of the evening, Sabaton, from a side seat. I was feeling a little bit nervous about this band’s central theme, war-related events. As some of my readers might know I’m pretty thin-skinned concerning this topic. Fifteen years ago I was deployed in a former war zone and I still haven’t processed everything I’ve seen there, only pushed to the back of my mind. As at a concert I completely immerse myself in the music, kind of switch off my mind and exist only in my emotions (usually that’s an awesome feeling), my mechanisms of repression and protection are not working anymore.

I can still say Sabaton presented a bombastic show. Bursting with energy they brought the arena to the boil and thrilled their fans. With explosions and light effects combined with a video wall impacts of grenades and bombs were imitated, quite realistically, for me it was too realistic and triggered some unwanted memories. Someone unbiased was enjoying a show of a band that holds nothing back and is visibly having a lot of fun on their tour.

After the last concert of the evening we met all together again at the merchandise booth. And all members of Twilight Force were there as well, this time in civilian clothing. And as before they were taking their time to take pictures and write autographs. Furthermore they had time now for some small talk. My personal impression: very likeable, caring and humorous people, being there for their fans until the venue was closed. With this and of course their performance in mind, my plans for Wacken this summer are a lot more specific now. I don’t care if I have to fly up to Hamburg on a Friday evening just to see them once more this year. After the tour with Sabaton they are going to work on their third album, I’ve been told. We all know what is quite common to follow an album release, exactly a tour. I hope this will be a tour with Twilight Force as headliner and in clubs nearby.

Why we were fed with oranges (yes, it was oranges) and especially so Purple and her tour companion, and why some guys should probably play less GTA and more Tetris, this is another story and not fully mine to tell. And still I’m asking myself which poor devil opened the door to the luggage compartment of a certain bus first. I’ll probably never hear the answer.
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