Glühmetfestival 2016

Kurz vor Jahresende, genauer am 29. Dezember, fand das Glühmetfestival im Hirsch in Nürnberg statt. Neben den Gastgebern Feuerschwanz traten auch  Bergtatt, Nachtgeschrei und Fuchsteufelswild auf, gleich mehrere Gründe für uns hin zu fahren (also ob einer nicht ausgereicht hätte). Mit von der Partie, die Überraschungsgäste Alea und El Silbador von Saltatio Mortis.

img_4107Bergtatt, eine norwegische Folk Rock Band, eröffnete das Festival. Für mich war diese Band noch ein völlig unbeschriebenes Blatt, ich hatte mich im Vorfeld unter anderem wegen Weihnachtsstress noch überhaupt nicht mit ihr beschäftigt. Da ich kein Norwegisch spreche oder verstehe, kann ich nicht viel über die Texte sagen, aber die Musik hat mich definitiv verzaubert, gebannt ist auch die deutsche Übersetzung ihres Namens. Von sanften, zerbrechlich wirkenden Liedern bis zu mitreissenden stampfenden Rythmen, die Norweger haben ein breites Spektrum abgeliefert. Und dann erklang auch noch eine mir bekannte Melodie, Varulfen hatten sie auch auf der Setliste. Vorallem die Nickelharpa verlieh ihrer Musik immer wieder eine ganz besondere Note, eine Band, die ich durchaus gerne wieder live, aber auch auf CD hören werde.

Nach einer kleinen Umbaupause erklang Kerberos und Nachtgeschrei eröffnete ihren Auftritt mit Eden. Eine besondere Herausforderung war diesmal die eher kleine Bühne, bereits mit dem Aufbau der nächsten Band. So ein Dudelsack braucht Platz und hat einen relativ grossen Schwenkbereich, da konnten Zusammenstösse manchmal nur knapp vermieden werden. Man konnte sich des Eindruckes nicht erwehren, dass Martin, neben seinem unbestrittenen Gesangstalent, ebenfalls einen Dudelsack-Pfeifen-Radar besitzt. Neben den bekannten Liedern ihres aktuellen Bühnenprogramms, kamen wir auch in den Genuss eines kleinen Ausblickes auf ihr neues Album Tiefenrausch. Das konnte sich hören lassen und ich freue mich jetzt erst recht auf die neue Scheibe, aber noch heisst es, mehr oder weniger ungeduldig, warten. Dafür konnte ich noch einmal bei von mir geliebten Liedern wie MonsterDie wilde Jagd und das Nichts mitsingen und feiern, bis die Schreier mit Schlaflos ihren Auftritt beendeten.

img_4111Und schon war es Zeit für den Gastgeber des Abends: Feuerschwanz. Dieser Auftritt stand mehrheitlich im Zeichen ihres aktuellen Albums Sex is Muss, aber wie immer durften natürlich beliebte ältere Stücke nicht fehlen. Die Crowdsurfer hielten sich diesmal in Grenzen und der kompetente und sichtlich gut gelaunte Sicherheitsdienst hatte die Situation komplett im Griff. Und dann war es soweit, für Wir lieben Dudelsack holte sich des Hauptmanns geiler Haufen Verstärkung auf die Bühne, Elsi am Dudelsack und Alea am Mikrofon, der Hirsch tobte! Immer wieder ertönten „Ausziehen!“-Rufe aus dem Publikum, der Haufen kam dem aber nicht nach, ganz im Gegenteil. Ein auf die Bühne fliegender BH wurde kurzerhand dem Taugenix angezogen für seinen Auftritt an vorderster Front. Mein ganz besonderer Respekt gilt allerdings Johanna, die das ganze Konzert mit Gips gespielt hat, Hut ab!

Nach Feuerschwanz gab es eine längere Umbaupause und während die letzte Band des Abends ihr Equipment auf die Bühne geschafft hat, wurde das Publikum draussen mit einer Feuershow unterhalten.

img_4110Kurz frische Luft schnappen, Getränke besorgen und dann waren wir bereit für Fuchsteufelswild. Die Regensburger hatten ja im Vorfeld bereits Überraschungsgäste angekündigt, und das Publikum musste nicht lange warten. Basti erhörte die schon den ganzen Abend immer wieder erklingenden Rufe „Ausziehen!“ teilweise und enthüllte ein Nachtgeschrei „Männer“-Tanktop. Laui von Nachtgeschrei begleitete mit ihrer Drehleier die Füchse, das hatte ich mir durchaus erhofft, hatte sie doch die Regensburger bei ihrer live DVD Aufzeichnung schon einmal unterstützt. Und wenn wir schon einmal dabei sind, da war doch noch jemand anwesend, der bei den Studio Aufnahmen zu Weltenmeer mitbeteiligt war. img_4046Vater und Sohn, also Basti und Hodi, sangen ihr Duett Wie der Wind gemeinsam zur grossen Freude des Publikums. Damit war aber noch nicht Schluss, bei Carpe Diem gaben sich noch einmal an diesem Abend die zwei Gäste von Saltatio Mortis die Ehre und rockten mit den Füchsen. Mit einem emotionalen Lob an die Füchse verabschiedete sich der „Frontflummi“ und schon bald, viel zu früh, endete das letzte Konzert des Abends.

Ursprünglich planten wir noch auf der Aftershow Party vorbei zu schauen, doch bei Gesprächen im Merchbereich wurde es dann doch immer später und noch war unsere Jahresendreise nicht beendet, es waren noch zwei eher lange Abende geplant. Daher zogen wir uns in unser Hotel zurück und um Kräfte zu sammeln, am nächsten Tag ging es nämlich weiter nach Regensburg, doch davon mehr in einem anderen Artikel.


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