Tanzt! 2016

Letzten Samstag stieg das Event, auf das wir uns Monatelang gefreut hatten, die Jubiläumsausgabe von Tanzt! im Backstage in München. Dieses Jahr dabei: Brachmond, Delva, Nachtgeschrei, Versengold, Mägo de Oz, Vroudenspil und Subway to Sally. Was für ein Aufgebot!

Noch leicht die Müdigkeit vom Vorabend in den Knochen, aber bereits guter Dinge warteten wir vor dem Backstage auf Leed, der für diesen Anlass zu uns stossen würde. Wir freuten uns auf die Bands, aber auf die vielen netten Menschen, die wir im Laufe unserer Reisen getroffen hatten. Dazu zähle ich auch Nia, die ich über diesen Blog kennengelernt hatte. Diese traf mit Fotografenkollege und Kameraausrüstung pünktlich vor Türöffnung ein, so dass wir uns noch in Ruhe begrüssen konnten und ein bisschen quatschen. Meine eigene Kamera ist zu Hause geblieben, aber ihr werdet bei Nia und ihren Kollegen bestimmt viele tolle Fotos finden.

Brachmond eröffnete das Festival, einige Mitglieder der Band hatten wir im Sommer kennengelernt, wo sie uns das Versprechen abgenommen hatten, sie aus der ersten Reihe zu bejubeln. Wir hatten damals noch keine Musik von ihnen gehört, aber wenn ein erfahrener Musiker wie Basti von Fuchsteufelswild und die anderen Füchse sie unter ihre Fittiche nehmen und sie unterstützen, dann lohnt es sich bestimmt, ihnen eine Chance zu geben. Die verfügbaren Youtube Videos waren leider nicht von bester Qualität (Stichwort Handy Aufnahmen), aber für mich hat sich das bereits nach viel Potential angehört. Einfach nur in der ersten Reihe stehen ist nichts für uns, da muss mehr her. Also haben wir uns vorgängig die Erlaubnis der Band eingeholt, um ihr Logo auf T-Shirts drucken zu dürfen. Da die Band bisher noch keine eigenen T-Shirts verkauft, waren durchaus einige Bandmitglieder überrascht, nach dem Motto: da gibt es Leute mit T-Shirt von uns, obwohl wir doch gar keine haben. Übrigens auch im Publikum wurden wir darauf angesprochen, da offensichtlich durchaus ein Interesse daran besteht.

Und dann legte Brachmond los! Wow, trotz Nervosität haben sie die Bude das erste Mal zum Kochen gebracht. Vielleicht sind sie jetzt noch ein Geheimtipp, wenn sie so weitermachen, bestimmt nicht mehr lange. Gute Stimmen, mitreissende Rythmen und eingängige Melodien animierten zum Mitmachen und feiern. Auch wenn sich einige im Publikum vor allem auf nachfolgende Bands freuten, haben sie sich von Brachmond einfangen und der Band den gebührenden Jubel zu teil werden lassen. Basti und Chewie von Fuchsteufelswild haben die Band auch auf der Bühne bei zwei Stücken unterstützt, eine Überraschung, die allerdings auf Facebook schon geheimnisvoll angekündigt worden war. Ein fantastischer Einstieg in ein grandioses Festival, wir werden uns Brachmond gerne wieder anschauen. Einen Termin haben wir uns schon mal vorgemerkt, jetzt müssen wir abwarten, was unsere Arbeitgeber davon halten.

img_3777Nach einer kurzen Umbaupause war es Zeit für DELVA, eine reine Akustik Band. Vielleicht eine ungewohnte Entscheidung des Veranstalters, aber ich finde eine sehr gelungene. Ich mag die eher „leisen“ Töne dieser Band, die vor allem mit klaren Klängen und der wunderschönen Stimme der Sängerin Johanna Krins punktet. Vom irischen Liedgut inspiriert, mit nachdenklichen Texten, sorgt das Trio durchaus für Gänsehaut und verleitet zum Träumen. Ruhig und melancholisch, so haben sie das Publikum verzaubert und in ihren Bann gezogen. Auch wenn ich selber meistens in einer leicht härteren Fraktion zu Hause bin, hat mich die Musik von DELVA angesprochen und überzeugt. Ich freue mich auf das Tourkonzert nächstes Jahr von Nachtgeschrei in München, da ist DELVA als Support gelistet.

Und damit sind wir auch schon bei der nächsten Band des Abends: Nachtgeschrei. Genau ein Jahr zuvor, ebenfalls am 12.11. konnte ich sie das erste Mal live erleben. Auch wenn ich sie seither einige Male live sehen konnte, haben die eindringlichen Melodien der Drehleier und des Dudelsackes, gemischt mit harten Klängen von Gitarren und Schlagzeug nichts von ihrer Faszination eingebüsst, im Gegenteil. Die mitreissenden Rythmen lassen nicht zu, dass man ruhig stehen bleibt und spätesten als das Publikum für den Spieler geteilt wurde, wurde es richtig laut. Diesmal hat ganz klar Team Sane abgeräumt, aber alle haben gewonnen, die Band hat Vollgas gegeben und das Publikum stand ihnen in nichts nach. Angekündigt wurde schon mal das nächste Album, Tiefenrausch, erste Melodien daraus haben wir verständlicherweise nicht zu hören bekommen. Die sind für den 19.11., genauer gesagt MöWa rockt reserviert, nicht nur Heimspiel, sondern auch das 10 jährige Jubiläum der Band. Das wird bestimmt ein riesen Fest!

Derweil haben wir in München mit Versengold weitergefeiert. Versengold, die gerade einen drei wöchigen Bühnenurlaub hatten, waren richtig heiss darauf zu spielen. Wobei ich das bei der Band noch nie anders erlebt habe, aber irgendwie ein Quentchen mehr war dennoch da, das Publikum hat dies natürlich dankbar angenommen. Die gespielten Stücke stellten einen gelungenen Querschnitt durch die Diskografie dar, von älteren Stücken bis zum aktuellen Album Zeitlos, von allem was dabei. Das Publikum war sehr textsicher und übernahm auch gerne auch mal einen Refrain, durch die „Arena“-Bauweise des Backstage, ein eindrückliches Erlebnis auch mittendrin. Viel zu schnell war auch dieser Auftritt vorbei.

Für uns hiess das nun die erste Reihe räumen, unsere Favoriten hatten gespielt und ein paar Subway to Sally Fans haben den Frontplatz gerne übernommen. Erst wollten wir unseren Magen mit Essen besänftigen  und dann die restlichen Konzerte eher vom Rande mitverfolgen. Ausserdem gab es ja noch ganz viele bekannte Gesichter zu suchen und zumindest kurz „Hallo“ sagen.

Mägo de Oz, Vroudenspil und Subway to Sally habe ich im Endeffekt nur am Rande mitbekommen und kann daher keine Bewertung darüber abgeben, aber das Publikum schien begeistert zu sein. Diese drei Bands treffen halt einfach meinen Geschmack nicht 100%ig, aber das ist ja das Schöne an so einer Veranstaltung, es ist für jeden was dabei. Gerade bei Subway to Sally weckt die Stimme des Frontmannes Erinnerungen bei mir, mit denen ich mich am Samstag nicht auseinander setzen wollte. Wir haben uns in der Nähe der Cocktailbar „installiert“ und die Gelegenheit genutzt und einige interessante Gespräche geführt. Dabei sind durchaus auch Informationen über mögliche zukünftige Veranstaltungen bei rumgekommen, aber dazu mehr, wenn es dann soweit ist, oder zumindest offiziell.

Ein fantastischer Tag, der für einige wohl noch bis in die frühen Morgenstunden gedauert haben soll, auf der Aftershowparty. Ich plane auf jeden Fall Tanzt! 2017 wieder mit in die Jahresplanung ein,um so mehr, da uns ein Vögelchen gezwitschert hat, dass uns durchaus gefallen könnte, was möglicherweise geboten wird. Da wisst ihr eigentlich nicht viel mehr, mir gefällt so vieles. Mehr Informationen habe ich aber auch nicht und selbst wenn, wäre es nicht an mir dies bekannt zu geben. Ich kann nur allen ans Herz legen, nächstes Jahr nach dem Line-up Ausschau zu halten, vielleicht ist da ja auch was für euch dabei, die Veranstaltung lohnt sich auf jeden Fall.


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