Es war einmal… – Z7 28.10.2016

…vor nicht allzu langer Zeit, da zogen Spielleute durch die Lande um das Volk zu erfreuen. In einem kleinen Land bei den hohen Bergen trafen sich vogelfreie Halunken, Irrlichter (lat. Ignis Fatuus), begleitet von zwei Vertretern des Nachtgeschreis und des Hauptmanns geiler Haufen, auch Feuerschwanz genannt, um zum Tanz aufzuspielen.img_3482-1

Als erstes oblag es dem Pakt der Geächteten, die Menge in ihren Bann zu ziehen und zum Tanzen zu verführen. Mit Sturm und Klang gelang ihnen diese erste Aufgabe des Abends ohne Fehl und Tadel, aber auch altbekannte Geschichten wie das Lindwurm Massaker und Weisen eines großen Meister, mit einem Tusch geehrt, erklangen.

img_3483-1Das Volk hatte kaum Zeit durchzuatmen, da erschienen Irrlichter auf der Bühne. Und nicht nur das, es gesellten sich noch zwei Teilnehmer der wilden Jagd dazu, bejubelt von der Meute. Mit im Gepäck hatten die Irrlichter auch einen ganz besonderen Zylinder, der wie von Zauberhand auf der Bühne umherwanderte, von Kopf zu Dudelsack zu Kopf. Sie erzählten von ihren Abenteuern und Reisen zu neuen Ufern über unendlich viele Wege, die Meisterschaft in Alchemie wurde begeistert gefeiert. Auch hier wurde ein ganz besonderer alter Meister geehrt, dabei ist das Volk aber keineswegs vor Ehrfurcht erstarrt, im Gegenteil, unter dem Zauber der Irrlichter wurde getanzt und gejubelt, was das Zeug hielt.
img_3472Kaum hatte sich der Bann gelüftet, hielt ein geiler Haufen Einzug, genauer gesagt des Hauptmanns geiler Haufen. Das Volk fing sofort Feuer und beteiligte sich rege an Hexenjagd und Ketzerei, auch die Triebe der Natur und Menschen wurden gebührend gefeiert, denn Sex is muss. Und für einmal wurde nicht ein großer Meister besonders hervorgehoben, sondern ein Taugenix, ein ganz besonderer Taugenix allerdings.
Bei so einem Fest darf man natürlich nicht vergessen die großen Helden zu Ehren, allen voran den Krieger des Mets. Ein Jüngling in der Menge wurde dadurch angespornt und wollte ebenfalls einmal von der
Menge gefeiert werden, da es aber weit und breit kein Drache zu sehen war, beschloss er beides zu vereinen, vom Volk auf Händen getragen und somit über die Menge zu reiten. Kopf voran stürzte er sich in sein Abenteuer, nicht bedenkend, dass jede Heldentat auch Gefahren birgt.

Hinaufsteigen ist schnell getan, einen Großteil der img_3471Anstrengung leistet das wohlgesonnene Volk und bei entsprechender Vorraussicht nimmt die Wache den Reiter beim Abstieg in Empfang. Im Tragen, vor allem von Barden, erfahrenen Maiden empfehlen dem Reiter auch vorgängig körperliche Ertüchtigung. Das Halten einer gewissen Körperspannug kann Verletzungen auf beiden Seiten verhindern.

Dieser Jüngling nun hat sich allen guten Ratschlägen gegenüber taub gestellt. In seinem Überschwang trat er sein Abenteuer zu einem Zeitpunkt an, als die Wachen gerade anderweitig beschäftigt waren. Auf dem Weg zu Ruhm und Ehre erschlug er mit seinen herabhängenden Extremitäten beinahe eine ihn tragende Maid, verletzte sie und hing am Ende seiner Reise kopfüber über dem Abgrund, nur noch festgehalten von wenigen standhaften weiblichen Wesen und drohte in die Tiefe zu stürzen.

img_3481Prinz Hodenherz höchtselbst erkannte die Gefahr und sprang ohne Nachzudenken in den Graben. Mit beherztem Griff erlöste er die Maiden an vorderster Front von ihrer Last und rettete den Jüngling vor dem sicheren Tode.

Auch der verletzten Maid ging es nach kurzer Pflege wieder besser und so konnte dank der heldenhaften Tat des Prinzen noch unbeschwert bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden.

Und was lernen wir daraus? Ein richtiger Prinz rettet nicht nur Jungfrauen, sondern auch Jünglinge in Nöten und manchmal beides zugleich.


11 Gedanken zu “Es war einmal… – Z7 28.10.2016

  1. Das hast du richtig schön geschrieben und ich musste mehr als einmal richtig schmunzeln 😉 Da freue ich mich doch schon richtig auf das „Glühmet“-Festival im Dezember, wenn ich Feuerschwanz als Nächstes wieder einmal sehe 😉

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    1. Danke, dann sehen wir uns da. Ich freu mich auch wie Schnitzel auf die anderen Bands am Glühmet, ich glaube da können wir gespannt sein was der eine oder andere noch für Ideen hat.

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