Folkshelden Tour 2016 Rutesheim

Letzten Samstag war es soweit, der Saisonabschluss und Tourauftakt zur Folkshelden Tour von Metusa und Harpyie, mit Scurra als Support, stand in unserem Kalender.

Als erstes holten wir die vorarlbergische Verstärkung von Metusas Bühnencrew an unserem heimischen Bahnhof ab und dann ging es auch gleich ab auf die Strasse. Den ersten Teil der Strecke findet unser Auto mittlerweile schon fast von alleine, nur die Vollsperrung der Autobahn im Raum Stuttgart brachte uns auf „Abwege“. Doch entgegen allen Befürchtungen kamen wir nur mit geringer Verzögerung durch und waren Mittags an unserem ersten Etappenziel, die Festhalle in Rutesheim. Hier setzten wir unsere Passagierin ab, da ihre Mithilfe bereits sehnsüchtig erwartet worden war.

2016-10-15-folkshelde_tour_rutesheim-21_claudia_chiodi_dsc_0021Um gleich bei der Halle zu bleiben, war es noch ein wenig früh, und so konnten wir die Zeit bis zum Konzert im gemütlichen Heim von Aurja verbringen und wurden auch verköstigt. Gegen 15 Uhr trafen wir uns mit dem grössten Teil unserer MPS Familie wieder vor der Halle, an Papas Wohnmobil. Noch einmal stärkten wir uns mit Kaffee, Kuchen und Todesfeigen und bald schon war Zeit für den Einlass in die Halle. Mit im Schlepptau unsere Überraschung für den Saitenreiter, der Arme meinte in Maxlrain noch, dass er so arm sei, dass er sein Joghurt ohne Früchte essen müsse. Das geht ja gar nicht, da mussten wir doch etwas unternehmen, in anderen Worten: eine Steilvorlage.

Da wir wieder unsere Kameras dabei hatten, haben wir uns gleich ein Plätzchen ganz vorne gesichert. So wie wir die Metusa Fans bisher erlebt hatten, wäre das eigentlich nicht nötig, in der Regel wird man für ein zwei Bilder gerne mal durchgelassen. Hier gingen wir einfach auf Nummer sicher, und aus ganz anderen und ungeplanten Gründen hat sich das dann dennoch ausbezahlt.

2016-10-15-folkshelde_tour_rutesheim-92_claudia_chiodi_dsc_0092Eröffnet wurde der Abend von Scurra, einer Koboldrockband aus Weimar. Gehört hatte ich vorher noch nichts von ihnen, aber in Zukunft werde ich mich definitv freuen, wenn ich sie wieder live sehen sollte. Denn hier ging gleich schon das erste Mal die Post ab. Die Jungs haben echt was auf dem Kasten und den Humor auf meiner Wellenlänge, CD ist gekauft und Sticker für unsere Sammlung wartet auch schon auf das Platzieren. Und so ein Platz in unserer Sammlung kriegt nicht einfach jeder, das ist sozusagen unser persönliches „Gütesiegel“. Bei Soundcloud kann sich jeder selber ein Bild davon machen, also hört mal rein.

Nach einer Umbaupause, die wir gerne zum Luft schnappen und Verpflegen nutzten, ging es mit Harpyie weiter. Die Musik der Sturmvögel kannte ich bereits in konservierter Form, aber live war es eine Premiere, und was für eine. Eine Bühnenshow mit Requisiten, Maske, elektrischem Stuhl, aber auch Schminke, die das Thema des aktuellen Albums Freakshow unterstreichen. Düster und brachial wird diese2016-10-15-folkshelde_tour_rutesheim-677_claudia_chiodi_dsc_0677s Album beschrieben, so war auch der Auftritt. Aber auch eine gewisse Verspieltheit und einfach nur Spass am live Spielen kam bei mir an und hat mich so richtig geflasht. Die Konzertdaten dieser Band werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, da will ich wieder hin, und zwar nicht nach dem Motto: kann man machen, sondern das muss wieder sein!

2016-10-15-folkshelde_tour_rutesheim-1643_claudia_chiodi_dsc_0643Last but not least gab sich Metusa die Ehre. Ich habe die Band ja schon öfters spielen gesehen, vor allem, aber nicht nur, auf dem MPS, aber so locker und heiss auf den Auftritt habe ich sie noch selten erlebt. Das hat schon vor dem ersten Ton Laune gemacht. Auch sonst merkt man, wie gerne sie live spielen, aber Samstag wurde noch einmal eine Wagenladung Spass drauf gepackt. Mein Eindruck: das war eine Riesenparty für Freunde, mit Freunden. Ausserdem gab es noch exklusiv neue Songs, die für das nächste Albm geplant sind, und die waren definitv nicht von schlechten Eltern.

Auch nach dem Konzert ging der Spass weiter, ausgelassen wurde in der Festhalle mit den Musikern weitergefeiert, teilweise mit einer „interessanten“ musikalischen Untermahlung. Ich hatte da meine Kamera bereit weggepackt, aber bereits Sonntag kursierten die ersten Aufnahmen davon auf Facebook in einschlägigen Gruppe und Profilen.

Ich musste leider an dem Abend eine weitaus ruhigere Kugel als geplant schieben, die Präsenzzeit bei der Arbeit die letzten Wochen und ein kleiner medizinischer Notfall meinerseits am Freitag machten sich bemerkbar. Schon während Scurra spielte, wollte mein Kreislauf nicht mehr mitfeiern und ich musste mich immer mal wieder hinsetzten und an die frische Luft. Aurja hat kurzerhand entschieden, ein Stuhl zu organisieren, und den auch gleich in die erste Reihe gestellt. Und so konnte ich dennoch mittendrin den ganzen Abend geniessen, aus ungewohnter Perspektive. Umgeben und umsorgt von Freunden, ich danke euch allen!

Ich möchte mich auch bei Aurjas Familie und Freunden bedanken, für Unterkunft, Verpflegung, Mitfahrgelegenheit und Brötchenlieferung. Und am Sonntag den Kaffee ans Bett geliefert zu bekommen ist doch einfach der Hammer, oder?

Zum Schlusswort wurde ich von einem Gespräch inspiriert, das ich am Rande mitbekommen habe. Ihr alle seid für mich wahrhaftig Spielmänner und -frauen, eure Leidenschaft und euer Herzblut, deutlich sicht- und spürbar den ganzen Abend, hat Rutesheim zum Beben gebracht und einen ganz besonderen und unvergesslichen Abend bereitet. Da schliesse ich im übrigen auch alle Leute mit ein, die am Samstag (und im Vorfeld) in Küchen und hinter Bühnen, Theken und Merchständen gearbeitet haben.


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