Schlosshof Festival 2016

Erst wollten wir nicht ans Schlosshof Festival in Höchstadt fahren, ist ja nicht gleich um die Ecke und unser einziges freies Wochenende im August. Das Line-up hätte uns ja schon gefallen, sehr sogar. Vor allem Nachtgeschrei können wir viel zu selten live sehen, aber auch von  Metusa und Saltatio Mortis kann ich kaum genug kriegen, mit Trollfaust, Tanzwut und Eric Fish & Friends hatte ich mich bis anhin kaum oder gar nicht beschäftigt, aber wir sind ja offen für Neues. Zum 10. Jubiläum wurde also ein Programm genau nach meinem Geschmack angeboten. Aber manchmal braucht man einfach eine Pause, oder doch nicht? Natürlich sind wir am Ende doch gefahren, sonst würde dieser Artikel nicht ganz so viel Text und keine Fotos haben. Ein gutes Angebot für Tickets von jemandem, der selber nicht hin konnte, und kurzerhand auch noch Lady Fluffington eine Mitfahrgelegenheit angeboten, schon war das Trio komplett. Die Spiegelreflexkamera blieb für einmal zuhause, die durfte nämlich nicht mit rein, für ein paar Bilder um den Artikel zu illustrieren hat die Handykamera aber auch gereicht.

Samstag früh um 06.15 ging es los Richtung Franken, wir wären gerne schon am Freitag da gewesen, aber manchmal muss man auch arbeiten und das Geld für diese Freizeitaktivitäten verdienen. Langsam sind wir echt gut im Zeitplan erstellen, denn inklusive Frühstückspause und Beine vertreten waren wir zur angepeilten Uhrzeit im Hotel und kurz darauf auch schon auf dem Festival Parkplatz. Die Ticket Übergabe klappte und nun mussten wir nur noch den Eingang finden. Höchstadt ist nicht riesig, aber der Eingang leicht versteckt. Mit Hilfe der Wegbeschreibung auf der Homepage der Veranstaltung fanden wir uns aber schnell zurecht, und der Spass konnte losgehen.

Direkt nach dem Eingang war ein kleiner Mittelaltermarkt mit Sitzgelegenheit und verschiedenen Marktständen. Der Markt war wirklich relativ klein aber sehr gut sortiert, auch in kulinarischer Hinsicht. Auf der ersten Erkundungstour stiessen wir schnell auf die Merchstände und ein verschlossenes Tor, durch dessen Gitterstäbe hindurch wir die Bühne sehen konnten. Da noch nicht viele Leute da warteten, entschieden wir uns, da zu bleiben, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern.

IMG_3189Den Auftakt auf der Bühne machten Trollfaust, die dann später auch auf dem Marktplatz aufspielten. Ihre brachiale und laute Troll-Art machte live ganz gut Laune, nur hatte der Sänger offensichtlich auf der Bühne zu viel Spass, um seine ernste Fassade immer aufrecht zu erhalten. Übrigens sehr zu meiner Erheiterung. Ich sehe und höre mir diese Truppe gerne wieder live an, für das heimische Wohnzimmer hingegen ist es nicht so ganz meins.

IMG_3190Der nächste Act dann dafür umso mehr. Nachtgeschrei legte los und gab gleich Vollgas. Stimmgewaltig, temporeich, harte Gitarrenriffs und melodiöse Drehleier und Dudelsack, eine Mischung die mitreisst und das Blut zum kochen bringt. Viel zu schnell war ihr ein stündiger Auftritt vorbei. Zum Glück ist es nur ein kurzer Abschied in knapp einer Woche spielen sie an der Krayenzeit CD Release Party und da werden wir ebenfalls dabei sein.

Nach dem Bühnen Umbau gab sich Metusa die Ehre, der Auftritt eine gute Mischung von Liedern der neuen CD Dreckfresser und beliebten älteren Stücken. Bei Hüter der Meere waren dann auch wieder einmal aufblasbare Spielsachen dabei, Mumps und Tripper, die das Publikum unsicher machten. Hoffentlich schaffen die beiden es bis Aach, würde mich freuen sie auch da zu sehen.

IMG_3191Für die ruhigeren Töne sorgen Eric Fish & Friends, ohne Schlagzeug, war der Fokus vor allem auf den Melodien und den Texten, ein wunderschönes Programm, das zu Herzen geht und aufwühlt. In meinem Falle eher unerwartet heftig, dies ist aber eine andere Geschichte. Trotzdem habe ich den Auftritt genossen, und werde es auch gerne wieder tun.

Im Anschluss daran hat Tanzwut der Menge wieder ordentlich eingeheizt, vor allem Teufel hat mich mit seiner charismatischer Stimme und sympathischen Art begeistert. Diese Band werde ich bestimmt im Auge behaltenIMG_3192 und bin einem weiteren Konzertbesuch alles andere als abgeneigt. Und wenn ihr jetzt dachtet, ich würde ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und verraten was es mit dem Engerling auf sich hat, falsch gedacht. Ihr könnt versuchen mich mit Met zu bestechen, die Erfolgsaussichten sind allerdings verschwindend gering… aber versuchen dürft ihr es.

Um 22 Uhr wurden wir von Saltatio Mortis zu Zirkus Zeitgeist Willkommen geheissen, sprich wir kamen in den Genuss der Rockshow. Mitgebracht haben die Spielmänner ebenfalls einen Teil ihrer Feuershow, und zum Glück nur einen Teil. In Kombination mit unserem leichten Sonnenbrand wäre mehr nicht gerade angenehm gewesen, übrigens auch diesmal kein Kräuterbutter für die Grillhähnchen. Die Band war absolut grandios drauf und so gab es immer wieder einiges zu lachen, nur das übliche Bashing hat sich diesmal erstaunlich wenig um Luzi gedreht. Dafür gab es hier noch einen Einhorn-Zwischenfall der nicht ganz jugendfreien Sorte, nicht Lady Fluffington, ER hiess anscheinend Rüdiger, und ein rosa Glitzer-BH verbrachte den Abend an Alea’s Mikroständer. Nach einem grandiosen 2-Stunden-Programm inklusive Zugabe wurden wir auf Wunsch des Veranstalters mit „Geradeaus“ verabschiedet.

Fazit: Es ist im Vergleich zu anderen Festivals vielleicht klein, aber auch nur von der Fläche her. Gut besucht, aber nicht komplett vollgepackt, wirkt es gemütlich und bietet einen hohen Genuss, sowohl von der Musikalischen Seite aus, als auch von der Verpflegungstechnischen. Definitiv empfehlenswert!


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