Zurück zu meinen Anfängen – Highlandgames Fehraltorf

Die Highlandgames in Fehraltorf wurden dieses Jahr bereits zum 16. mal durchgeführt. Das erste Mal habe ich sie 2003 besucht, nicht als Teilnehmer, nur als Zuschauer, das hat sich auch nie geändert. Die Veranstaltung dauerte damals nur einen Tag und wurde am 1. August durchgeführt, dem Schweizer Nationalfeiertag.  In den Anfängen war es noch relativ einfach gehalten, ein Festzelt, von dem aus man praktisch den ganzen Wettkampfplatz sehen konnte. Ab 2004 dauerten die Spiele 2 Tage und wurden von da an einem Wochenende rund um den ersten August abgehalten. Ein Jahr darauf wurde ein kleiner Mittelaltermarkt angegliedert und das Rahmenprogramm wurde grösser und internationaler.

Mein nächster Besuch auf den Highlandgames in Fehraltorf war erst 2008, und das warDSC_0149 auch mein erster Besuch auf einem Mittelaltermarkt überhaupt. Für das Jahr darauf wurde eine Gewandung angeschafft, nicht ganz autentisch, aber ein wenig immerhin. In diesem und den folgenden Jahren interessierte mich immer mehr das Rahmenprogramm mit für mich völlig neuen Bands wie Abinferis, Rapalje und Saor Patrol. Bei Saor Patrol hat mich anfangs vor allem ihr Duncarron Projekt fasziniert und interessiert, und so war es Rapalje, die mich das erste Mal an ein MPS gelockt haben.

Als wir das Line-up für dieses Jahr gesehen haben, am Samstag spielten Fiddler’s Green und Rapalje, war für uns klar, dass wir wieder hingehen wollten. Als erste Band am Samstag Abend sollten The Led Farmers spielen, hatte ich noch nie vorher gehört, aber das will ja nichts heissen. Aber später dazu mehr.

DSC_0090Wir sind erst am späteren Nachmittag auf dem Gelände eingetroffen, und erstmal einen Orientierungsrundgang gemacht. Es waren immer noch einige Wettkämpfer unterwegs und so konnten wir auch noch einige sehr gute Leistungen bestaunen. Einen Spaziergang durch den Mittelaltermarkt später und Laju eine Halskette reicher, plagte uns langsam Hunger und Durst. Es gab ein reichhaltiges Angebot an Speisen, aber für mich gab es seit 2008 ein Lieblingsessen: Menu Minette von der Dampfchuchi, Dampfkartoffel mit Knoblauchsauce und Emmentaler Rauchwurst, zum reinlegen lecker. Als ich die grünen Stände entdeckt hatte war für mich also Alles entschieden. Unterhalten wurden wir während des Essens von der Zurich Caledonian Pipe Band, die auf dem Gelände unterwegs waren.

Bald schon war es Zeit für den Konzert-Teil des Programms im Zelt. Mit unseren Kameras suchten wir uns einen Platz vor der Bühne. Den Auftakt machte die irische Folkband The Led Farmers, mit neu arrangierten Klassikern der Folkszene und eigenen Liedern heizten sie ordentlich ein. Die energiereiche und spassige Performance machte richtig Laune und brachte das Zelt zum Kochen. DSC_0402Improvisieren und Interaktion  mit dem Publikum steht für diese Band offensichtlich ganz oben auf der Liste, wir bekamen eine kleine Einführung in den Sport Hurling und für den Titel „The Irish Rover“ holten sie sich gesangliche Verstärkung aus dem Publikum auf die Bühne. Fotografieren war nicht immer leicht, relativ dunkel und schnelle Bewegungen, ich wurde aber entschädigt mit einer Sonderpose, die sie ihren Gesangseinsatz verpassen lies („Sorry, we had to pose for pictures“).  Ich werde auf jeden Fall ihre Konzertdaten im Auge behalten, nach Erscheinen ihres neuen Albums „Katie“ am 1. Oktober werden sie nochmals in der Schweiz unterwegs sein.

DSC_0241Nach einer kurzen Umbaupause standen auch schon die Headliner des Abends auf der Bühne, Fiddler’s Green. Das Tempo liess nicht nach, sondern zog noch ein wenig mehr an, Speedfolk, nichts anderes hatten wir erwartet. Auch diese Performance lud zum Mitsingen, Mittanzen und Mitlachen ein. Es gibt nichts schöneres, als wenn man im Publikum spürt, dass es auch auf der Bühne Spass macht. Viel zu schnell verflog die Zeit und schon bald war es kurz vor Mitternacht und Fiddler’s Green gab die Bühne für den letzten Act des Abends frei. In der kurzen Pause noch schnell beim Merchstand vorbei und eingekauft und schon ging es weiter.

Als ich Rapalje das erste Mal sah, haben sie mich vor allem mit den beiden Liedern „Loch Lomond“ und „Caledonia“ beeindruckt, und auch an diesem Abend wurde ich nicht enttäuscht. Aber nicht nur die Fakeln haben gebrannt, auch David hatte seinen Feuerhelm und Dudelsack dabei. Das Konzert wurde unterbrochen für einen jungen Mann, der die Band wohl mit einer schottischen Fahne bestochen hatte. DSC_0872Er kam auf die Bühne und hat seine Freundin dazu gebeten. Die Worte habe ich leider nicht verstanden, aber das Niederknien, die Schachtel mit Ring, tränreiche Umarmung und innige Küsse sagen, glaube ich, auch genug. Alles Gute dem jungen Paar für die Zukunft, übrigens einige Bilder sind durchaus etwas geworden, bitte einfach melden.

Nach einem Stop mit Einkauf und Plausch mit Brit am Merchstand der Holländer wurde es langsam Zeit, sich auf den Heimweg zu machen, nicht nur der Kamera-Akku brauchte Aufladung. Mehr Bilder sind auf Facebook zu finden, auf @Rabenfeder.net.


Ein Gedanke zu “Zurück zu meinen Anfängen – Highlandgames Fehraltorf

  1. Da ich in Fehraltorf wohne und in der Umgebung aufgewachsen bin, sind die Highland Games ein absolutes Muss für mich! Jedes Jahr tolle Bands und spannend zum zuschauen! Wir waren das ganze Wochenende da. Zu Fiddler’s green haben wirs leider nicht mehr ins Zelt geschafft, da es einfach zu voll war. Wir haben das Konzert dann vom ‚Holzsteg‘ aus bewundert und selbst aus dieser entfernung hat es uns mitgerissen! Ich bin schob gespannt, was sie 2017 für uns bereit haben und freue mich jetzt schon riesig darauf!

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