Weil zum Zweiten

An einem MPS kann man sehr viel erleben, es kann den Rahmen eines solchen Blog-Artikels locker sprengen. Daher habe ich mich entschieden, jeweils von einigen meiner schönsten Erlebnissen, vor allem abseits der Bühnen, zu erzählen.

Favorites - 10 von 87Nach dem Motto zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen, haben wir am Freitag Nachmittag unsere Zelte im Dreiländergarten in Weil am Rhein aufgeschlagen. Ja genau, diesmal waren es mehrere, also eigentlich drei und ein Pavillon, hatten wir doch Gäste, Lady Fluffington mit Entourage und die Schwester von Laju. Nach dem Einrichten ging es mit Gästen, Met und Würstchen zu unseren deutschen Freunden, die wir in Weil 1 kennengelernt haben. In gemütlicher Runde sassen wir bis nach Mitternacht am Feuer, währenddessen trafen auch die Nachzügler ein, und diese mussten natürlich auch anständig begossen begrüsst werden.

Am Samstag ging es dann ein wenig später als geplant Richtung Gelände, das erste Zwischenziel wie gewohnt beim Schwarzen Kater, nur dieses Mal ging es nicht nur um Himbeerbrause Spezial und Hallo sagen. An unserem letzten MPS erwähnte der Chefkater, er habe sehr gerne Schokolade, vor allem Ovomaltine, was aber wohl für ihn nicht immer leicht zu beschaffen sei. Auch wenn wir der Meinung sind, dass Ovomaltine und Schokolade nicht zusammengehören, können wir doch unsere Lieblingstaverne nicht hängen lassen. Um unseren Standpunkt klar zu stellen, wurden noch verschiedene Sorten richtige Schokolade besorgt, und eben diese relativ schwere Lieferung musste dringend zu ihrem Bestimmungsort. Ich geb ja zu, es war vielleicht ein wenig übertrieben, aber die strahlenden Augen waren es definitiv wert. Ausserdem haben wir schon manch schöne Stunden am Kater verbracht, und das nicht zuletzt wegen des schlagfertigen und herzlichen Teams. Ich hoffe der Rest des Teams kriegt auch etwas ab von der Schokolade, genug da wäre ja, rein theoretisch.

Favorites - 69 von 87Ein Geschenk zum Abgeben hatten wir noch, ein gewisser Sänger, auch liebevoll Frontflummi genannt, soll ja eine Schwäche für Gummibärchen haben. Aber einfach eine Tüte schnöde Gummibären vorbeibringen, nein wir doch nicht. Aurja vom Wasserfall hatte da eine ganz andere Idee, die viel besser zu einem Spielmann passt, und hat viele süsse unbekleidete Schönheiten besorgt. Offensichtlich ganz sein Geschmack, gerüchteweise soll am Ende der Autogrammstunde, während der sie ihm übergeben wurden, bereits die Hälfte davon „vernascht“ worden sein. Wie er dann mit seiner Tüte Damen umher gelaufen ist, ein lausbübisches breites Grinsen im Gesicht, mit beschwingtem Schritt und scheinbar völlig unbeschwert und mit sich und der Welt für einen Moment völlig im Reinen, ein Bild für die Götter. Und definitiv ein Augenblick des Lichts.

Nach dem Saltatio Mortis uns beim Nachtkonzert noch einmal ordentlich eingeheizt hatte, musikalisch und mit einer gigantischen Feuershow, wurde es langsam ruhiger. Mit Titania und ihrer Begleitung traf ich mich an einer Taverne, eigentlich nur kurz zum Verabschieden. Aber bei interessanten Gesprächen über Rollenspiele, Instrumente und die geilste Wohnung aller Zeiten war die Uhrzeit schnell wieder vergessen. Gerade wenn es um Drehleiern geht, könnte ich mit ebenso begeisterten Menschen die ganze Nacht durch diskutieren, um so mehr, wenn sie an Wissen so viel voraus haben. Aber irgendwann hat der Tag doch noch seinen Tribut gefordert, Schlafenszeit, standen doch auch am Sonntag für einige von uns Nachtschwärmern noch Termine an.

Sonntag war für uns das erste Mal auf einem MPS Badetag, und so trafen wir uns mit Aurja und ihren/unseren Freunden beim Badezuber der Wölfin. Dort wurden wir dann auch „entjungfert“, nun sind wir keine Zuberjungfrauen mehr. Erst war ich ja ein wenig skeptisch, nackig in der Öffentlichkeit zu baden, aber das verflog schnell. Und es war einfach genial, ein wenig im warmen Wasser plantschen und dem Treiben auf dem Markt zuschauen ist eine super Sonntagsbeschäftigung. Musik von den verschiedenen Bühnen, ein kühles Getränk, nette Gesellschaft und entspanntes Geplauder, so einfach und so schön kann das Leben sein. Ich hätte noch stundenlang bleiben können, aber der Drehleier Workshop stand für mich wieder einmal an. Um nichts in der Welt hätte ich den verpasst. Der Zuber läuft ja nicht weg, das werden wir unbedingt wiederholen, den nächsten Aufenthalt bei der Wölfin haben wir bereits in Planung.

Wenn ihr euch für Drehleier oder Dudelsack interessiert oder einfach nur mal reinschnuppern wollt, kann ich euch den Workshop von Alex Zwingmann auf dem MPS wärmstens empfehlen. Ich hab mich in das Instrument Drehleier verliebt und, so wie es aussieht, besteht auch die Chance, dass ich das weiter lernen kann. An Workshops und, sollte sich ein Leihinstrument finden, auch zu Hause. Einiges, dass am ersten Workshop nicht recht klappen wollte, ging mir dieses Mal relativ einfach von der Hand. Hin und wieder hat sogar das Zusammenspiel von Schnarre und Melodie funktioniert, dieses Gefühl, wenn man spürt, wie es sein müsste und merkt, mit Üben ist es schaffbar, grossartig.

Ihr seht auch abseits der Bühnen gibt es einiges zu entdecken und geniessen, aber Vorsicht bei den Maracuja Shots an Askans Taverne, so lecker sie sind, so hinterlistig sind sie auch. In dem Sinne, viel Spass an alle, die nach Bückeburg fahren, wir sind in Karlsruhe wieder mit dabei.


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