Arschlochtag

Es gibt Tage, da wäre man am Besten einfach im Bett geblieben.

Es fing eigentlich ganz gut an, zuerst ein Red Bull aus dem Kühlschrank, dann angefangen Kaffee zu kochen, also perfekt für mich. Dann hat Laju gerade noch rechtzeitig daran gedacht, dass ich heute die Wäsche abgeben wollte. Also praktisch noch im Pyjama alles in eine Tasche gestopft und auf zum Empfang. Da fing es an.

 

Am Empfang waren nicht nur die Mitarbeiter, nein auch David Myles  von Rapalje und sein Bruder Denny von Flannery. Beide Bands haben uns dieses Wochenende sehr gut gefallen, Flannery war für uns eine Neuentdeckung. Ich, der so gar nicht Morgenmensch, stand also halb verschlafen und ohne BH da, da fragte mich David, wie es mir hier gefällt. Ich sagte zwar nicht „Ich hab die Wäsche getragen!“ (siehe Dirty Dancing) aber so viel besser war meine Antwort nicht. Dabei hätte ich ihnen gerne gesagt, wie gut mir das Festival gefallen hat, das David ins Leben gerufen hat, und dass ich auch Flannery gerne wieder live sehen möchte usw. Gelegenheit verpasst, ist ja nicht so schlimm.

Einige würden sagen, der Tag kann dann ja nur noch besser werden. Irrtum! Nach dem Frühstück habe ich angefangen, mein neues Oberteil zu besticken. Das ging zwar richtig gut, und sieht auch so aus wie ich wollte. Dass sich aber einige Stickfäden beinahe unlösbar verknotet haben, hätte mir eine Warnung sein sollen.

Als nächstes war Nachschub besorgen dran, Lebensmittel und Geld. Der Geldautomat wollte mir nichts geben, obwohl noch genug auf dem Konto war. Gut, dann halt beim nächsten probieren, kann im Ausland ja mal sein, dass einer die Karte nicht akzeptiert. Aber auch der andere zeigte sich sehr unkooperativ. Zum Automat testen hat Laju es mit ihrer Karte probiert und siehe da, es gab was.

Also zurück zu Campingplatz und WLAN. Erst mal beim Online-Banking einloggen, vielleicht finde ich da die Antwort. Aber nein, ich komm erst gar nicht rein. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Bank anzurufen. Erst mit meinem Handy, da hieß es immer „Diese Rufnummer ist nicht vergeben“, mal auf Deutsch, mal auf Holländisch. Also hat mir Laju ihr Telefon geliehen. Endlich ging der Anruf durch. Nach einer gefühlten Ewigkeit (Roaming-Gebühren!) kam dann raus, dass meine Karte außerplanmäßig ersetzt wurde. Es gab wohl einen Manipulationsverdacht an einem Gerät vor 3 Wochen und zur Sicherheit wurde da der Magnetstreifen sozusagen deaktiviert. Zuhause wartet nun meine neue Karte auf ihren Einsatz, was mir im Urlaub ja nicht wirklich hilft. Ist ja eigentlich völlig in Ordnung, Sicherheit und so, hätte man mich doch vorher informieren können. Ich hätte 2 Wochen Zeit gehabt, mich anders zu organisieren. Zum Glück bin ich mit Laju unterwegs, sie ist so lieb mir auszuhelfen.

Um den Tag abzurunden, ist der WLAN Empfang wieder extrem launisch, d.h. Ich erhalte Nachrichten, wenn ich sie aufmachen will, oder gar zurückschreiben, null Empfang.

Highlight des Tages: das leckere Eis, das Laju daraufhin spendiert hat und die Flausch Nachrichten.

Fazit: David Myles ist schuld, wie kann er nur mit mir reden, wenn ich noch nicht wach bin.


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