Die Geburt eines Charakters – Teil 2

Wenn man sich nun bei der Wahl seines Charakters für Fantasy entschieden hat, macht das die Wahl der passenden Hintergrundgeschichte und Bekleidung nicht unbedingt einfacher. Die Möglichkeiten werden nämlich mehr, alles ist möglich, auch das der Charakter kein menschliches Wesen ist.

Seit ich das erste Mal Tauriel in den Hobbitfilmen gesehen hatte, wusste ich will einen solchen Mantel nachschneidern. Ich wollte aber weder ein Tauriel Cosplay machen noch sonst irgend eine Elbin darstellen. Weder entspricht mein Äusseres den Beschreibungen und Darstellungen von Elben, noch mein eigentliches Wesen. Ich wollte ich selber sein können in der Rolle, die ich mir wähle, und entspannt ein Festival geniessen. Eigentlich heisst das nichts anderes als selber eine Welt und eine Geschichte erfinden. Da ich immer mit Laju unterwegs bin an diesen Veranstaltungen, sollten unsere beiden Figuren idealerweise aus der selben Welt kommen und es auch logisch sein, dass die beiden zusammen unterwegs waren, ausserdem wollten wir unbedingt ein Banner oder eine Standarte haben. Einfach der Tauriel-Mantel musste dazu passen.

Am MPS in Karlsruhe letztes Jahr war am Samstag Sturmwarnung, zum Schlimmsten kam es nicht, aber es war extrem windig. Das Gaukler Duo konnte die Fackeln zum Jonglieren nicht anzünden und haben jemanden aus dem Publikum gebeten,  mit dem Feuerzeug Taschendrachen zu helfen. Dieser Gast hat sich bemüht, aber der Wind war zu stark. Schnell sind andere Taschendrachenbesitzer zu Hilfe geeilt, so dass am Schluss Sieben Leute den Gauklern geholfen haben. Der eine Gaukler bemerkte, dass sie hier eine ganze Taschendrachenzüchter-Convention hätten. Diesen Satz habe ich nicht mehr vergessen, und auch bei Laju hat sich der Gedanke wohl festgesetzt. Eines Abends haben wir mit dem Begriff Taschendrachenzüchter ein wenig herum gespielt, und aus Spass ist die Vereinigung historischer Taschendrachen Züchter entstanden. Diese Idee hatte Potenzial. Eine eigene Standarte war nur eine Frage von Tagen und schon knapp einen Monat später in Aach war sie das erste Mal auf einem MPS dabei.

Jetzt hiess es die entsprechenden Drachenzüchterinnen dazu zu gestalten, und übrigens ich war überzeugt, dass mein Mantel dazu passte. Namensfindung für Charaktere, ist nicht gerade meine Stärke, das kann schon mal dauern. Die Chancen, dass ein Charakter an Altersschwäche stirbt, bis ich einen Namen für ihn habe stehen etwa 2:1. Gut einen Monat habe ich dieses Mal gebraucht, und Mitte Oktober erblickte Gwendolyn von der Rabenfeste das Licht der Welt.

Die Familiengeschichte und der Werdegang der Dame ist immer noch leicht mysteriös und Gwen spricht auch zu mir nicht sehr gerne darüber. Ich werde aber dran bleiben und versuchen zumindest einige Eckdaten für Euch zusammenzustellen.

Nun muss sie noch eingekleidet werden. Vor allem die Oberteile sollen selbstgemacht sein, da ich aber noch nicht ganz soviel Näherfahrung habe, gestaltet sich das ein wenig nach Try-and-Error-Methode. Einige Stücke sind fertig, aber entweder zu klein, fehlerhaft oder aus anderen Gründen nicht tragbar. Ein einziges Stück ist soweit, dass es in der Öffentlichkeit getragen werden kann. Noch ohne Verzierungen und Details, wurde es getestet und für fast perfekt befunden. Die kleinen Verbesserungen werden sobald als möglich durchgeführt, und danach werden noch einige Zierelemente von Hand angebracht. Nach und nach sollen weitere Stücke fertig werden und dazukommen, so dass Gwen standesgemäss und für jedes Wetter gerüstet ist.

Teil 1


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