MPS Weil am Rhein 1 – alte Bekannte und neue Gesichter

Dieses Wochenende sind wir so richtig in die MPS Saison 2016 gestartet. Nach einem Tagesbesuch in Bad Säckingen, waren wir in Weil am Rhein mit unserem halben Hausstand unserer Campingausrüstung  ab Freitag vor Ort. Laju ist diejenige, die im Griff hat, was alles mit muss und auch für das kulinarische Wohl abseits des Festivals sorgt. Normalerweise hat sie ihre Listen und bis Donnerstag ist alles bereit und gepackt. Nicht so dieses Mal! Wir haben Donnerstag Abend eingepackt was wir in die Finger gekriegt haben und dachten, dass wir es benötigen könnten. Einzig das Auto wurde nach der bewährten Methode gepackt, da haben wir auch genügend Erfahrungswerte.

Am Freitag Mittag hab ich mich dann direkt von der Arbeit aus auf den Weg gemacht nach Weil. Für einmal alleine, da Laju noch einen nicht verschiebbaren Termin hatte. Via Internet haben sich einige Camper bereit erklärt, mir beim Zeltaufbau zu helfen. Ich war ein wenig früher als erwartet auf der Campside, also hab ich mich erstmal ans Auto ausräumen gemacht und dann angefangen das Zelt auszubreiten. Einfach nur da sitzen und warten, bis meine Unterstützung mich gefunden hat, ist nicht so mein Ding. Also hab ich herausgefunden: dieses Zelt kann man zur Not alleine aufbauen. Anstelle von Aufbauarbeit haben mich die Mädels und ihre Freunde dann am Abend verköstigt. Danke an Euch, es war lecker, lustig und gemütlich, und mit Lagerfeuer.

Nach einer relativ kühlen, aber ruhigen Nacht hat mich Laju dann mit leckerem Frühstück und Kaffee versorgt, pünktlich zu Geländeöffnung standen wir vor dem Eingang. Noch ein paar Schritte und wir waren wieder „zu Hause“ angekommen. Der Alltag bleibt draussen und die Sorgen für zwei Tage vergessen.

Unsere Standart-Anlaufstelle ist der Schwarze Kater, wo man uns offensichtlich auch schon kennt und mit Himbeerbrause Spezial versorgt. Eine nette Truppe, die aber auch mit frechen Sprüchen und schwarzem Humor nicht geizt, sehr unterhaltsam, auch wenn die Theke voll besetzt ist. In der Regel findet man diese Taverne bei der Folkbühne, so auch dieses Wochenende. Natürlich sitzen wir nicht nur da herum, sondern machen Ausflüge über das Gelände und zu anderen Bühnen.

Ein besonderes Highlight für mich war die Märchenstunde, Improvisationstheater vom Feinsten mit Bruder Rectus, der Tod, Stelzenläufer Gawan und als Erzähler der Hässliche Hans. Diesmal mussten Märchen und Legenden aus der Schweiz dran glauben und wurden wild zusammengewürfelt. Wusstet Ihr, dass Heidi beim Bau der Teufelsbrücke involviert war?

DSCN0191Musikalisch haben wir es für ein Mal ein wenig ruhiger angehen lassen, wir haben vor allem die Atmosphäre genossen und aufgesogen. Aber nicht nur, gerade Metusa hat uns ordentlich eingeheizt mit einer Mischung aus den bekannten Liedern und einigen neuen Songs vom Album „Dreckfresser“. Für uns war es die erste Gelegenheit, die neuen Bandmitglieder PT, Rakoo und Jessi zu sehen und zu hören. Leider musste PT am Samstag bereits notfallmässig wieder weg, so dass wir von ihm nicht allzu viel gesehen haben, aber einen guten ersten Eindruck hat er hinterlassen. Rakoo scheint eine „Rampensau“ zu sein und macht ordentlich Stimmung. Neben diesen schillernden Figuren von Metusa scheint Jessi fast ein wenig unterzugehen, aber wenn sie mal aufdreht, ist sie nicht zu übersehen. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt, wenn sie mehr Bühnenerfahrung mit Metusa gesammelt hat. Zum Nachtkonzert haben sie noch Saitenstreich zur Verstärkung auf die Bühne geholt, die beiden spielen „traditional Powerfolk“ und laden zum Tanzen und Lachen ein, wo immer sie sind.

Versengold hat auf der MPS Bühne die Menge begeistert. Ob in Weil im Rhein oder Geil am Rhein (kann passieren, wenn Pínto mal nicht da ist), wie immer laden sie das Publikum zum Mitmachen und Mitsingen ein. Aber am schönsten finde ich die besinnlicheren Stücke. Wenn die warme Stimme von Malte ruhig die Menge umschmeichelt und der milde Abendwind über das Gelände weht, das sind für mich Streicheleinheiten für die Seele.

Die Schlagwerk Virtuosen von Saor Patrol sind für mich der Herzschlag der Veranstaltung, begleitet von Charlie auf dem Dudelsack und Steve auf der E-Gitarre. Eine Mischung die mich immer wieder packt, urtümlich und modern gleichzeitig. Schon seit Jahren höre ich sie mir immer wieder gerne an, und bewundere ihr Engagement für den Clanranald Trust und Duncarron.DSCN0271

Am Sonntag waren wir natürlich bei der Morgenmesse, wie es sich für einen Sonntag gehört. Es wurde getauft, zum Ritter geschlagen und geteert und gefedert, wie es sich gehört für eine rechte Messe. Nur der Tod kam nicht so auf seine Kosten, wollte er doch endlich mal wieder arbeiten. Doch auf dem MPS gilt immer noch der Befehl des Marktgrafen: der Tod hat Urlaub! Todbeleidigt hat eine ganz neue Bedeutung erhalten, als der Tod auf seiner Sense Gisela sass und schmollte. Er hat sogar die Flinte ins Korn geworfen, also Gisela ins Gras, konnte dann aber trotzdem wieder zum mitmachen animiert werden und tanzte und feierte zum Schluss wieder mit.

DJUV0988Zu den Werbeabteilungsleitern: Cloudy hat mittlerweile bei den drei anderen abgeschaut, wie man das Knuddeln mit den weiblichen Gästen verlängert. Wenn sich die Dame niederkniet, dann setzt oder legt man sich sofort auf den Rock, oder noch besser rollt sich darauf. Am meisten Erfolg verspricht diese Taktik übrigens, wenn dabei auch Füsse und Beine des Ziels einbezogen werden.

Freitag und Samstag hatten wir strahlenden Sonnenschein, am Sonntag zogen dann langsam Wolken auf. Da wir relativ müde waren und sicherstellen wollten, dass wir das Zelt noch trocken abbauen können, haben wir dann schon am frühen Nachmittag auf Wiedersehen gesagt. Es wird ja noch einige Termine für uns dieses Jahr geben und an einigen werden wir erst Montag abbauen, da bleibt uns noch genug Zeit zum Geniessen. Das nächste Mal kann man uns am MPS in Dortmund in drei Wochen antreffen.

Übrigens, Domenicus der Saitenreiter wurde des Nächtens beim Spülen der Krüge am Schwarzen Kater gesehen. Eine verlorene Wette oder ein Freundschaftsdienst? Wir wissen es nicht.

 Bilder: Laju


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